Gay Hotel Berlin

Die besten Gay-Hotels in Berlin

Nicht nur im international bekannten Regenbogen-Kiez gibt es Gay-Hotels in Berlin. Zwar gilt der Bereich Schöneberg Nord rund um den Nollendorfplatz immer noch als besonderer Schutzraum der Szene, aber auch ganz grundsätzlich wird in Berlin Toleranz gegenüber dem Anderssein groß geschrieben. Sonst kämen wohl auch die Menschen mit 180 unterschiedlichen Nationalitäten und einem Migranten-Anteil von mehr als 60 % in einigen Quartieren kaum so friedlich miteinander aus.

Christopher Street Day und Lesbisch-schwules Stadtfest

Übernachten in Berlin

Die Gay Community hat in Schöneberg eine lange Tradition. Der Christopher Street Day wird seit 1979 gefeiert, das Stadtfest gibt es seit 1993. Die Regenbogen-Fahne gehört einfach dazu, und sie begegnet Besuchern auch außerhalb dieser Feiertage, sogar als Vorhangstoff oder Fensterrollo. Die Tradition einer Ausgehmeile für sogenannte Andersartige reicht in die 1920er Jahre zurück. Schöneberg ist nicht nur bekannt für Marlene Dietrich und ihre Auftritte im Eldorado, sondern auch ein wesentlicher Teil im Leben des Schriftstellers Christopher Isherwood, der ab Dezember 1930 in der Nollendorfstraße 17 wohnte, fasziniert vom schnellen Tempo des schwulen Lebens in der Stadt. Eine Gedenkplatte erinnert noch heute an seine von dieser Zeit inspirierten Romane „Lebwohl Berlin“ und „Mister Norris steigt um“. Ein wenig hat man den Eindruck, der Regenbogenkiez sei heute der Wohnbezirk der Paradiesvögel von gestern. Selbst Drag-Queen Gloria Viagra, die immer noch hier wohnt, findet die Bars mittlerweile eher gleichförmig anders. Aber das gilt wohl nur für Berliner Verhältnisse. Die Zahl schwuler Touristen steigt, und das nicht nur zum Stadtfest. Nachts ist mehr junges Publikum unterwegs als am Prenzlauer Berg, dem Quartier der schwulen Konkurrenz.

Tom’s Hotel mit Vorteilspass

Wer nach einem Gay-Hotel in Berlin googelt, erhält als Treffer eine Menge stinknormaler – oder sollte man sagen: hetero – Hotels wie Motel One, Sofitel oder Maritim. Sollte es nicht eigentlich selbstverständlich sein, dass Gäste unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung willkommen sind? Eigentlich ist es ein Armutszeugnis für die anderen, dass nur einige Hotels sich selbst als gay-friendly bezeichnen. Interessanter für Gäste, die gezielt nach der Schwulenszene suchen, sind Häuser, die spezielle Angebote für sie bereithalten. Tom’s Hotel in der Motzstraße beispielsweise, also mitten im Kiez. Hier gibt es eine kostenlose Massage, gratis DVD-Verleih und einen Hotel-Pass, der viele Vorteile in der Gay-Szene sichert. Wer es günstiger haben möchte, steigt im benachbarten Gay Hostel ab. Und das Axel Hotel an der Lietzenburger Straße zieht zwar Touristen wegen der Nähe zur Tauentzienstraße mit dem KaDeWe und zum Kurfürstendamm an, wirbt aber ebenso mit seiner Lage im Schwulen- und Lesbenviertel.

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