Vierjahreszeiten Vivaldi

Vier Jahreszeiten Vivaldi

Die Primavera Del Signore D. Antonio Vivaldi. Kaufen Sie jetzt günstig & sicher! www. Der Name Antonio Vivaldi ist allgemein als Synonym für venezianische Musik par excellence bekannt.

Karten für Vivaldi, Die vier Jahreszeiten bestellen: The Four Seasons of Antonio Vivaldi Tickets | Orchestra I Musici Veneziani | Venedig Oper und Musik | Internet Tickets | Tickets kaufen. Discover Philharmonie - Schulkonzert, Vivaldi "Die vier Jahreszeiten", Besetzung: Violine:

Landhaus Musik Rheinland-Pfalz: "Die vier Jahreszeiten", op. 8

Darsteller: Der venezianische Violinist und Pfarrer Dr. Vivaldi, der wegen der chronischen Lungenentzündung sein ganzes Leben lang nicht mehr lesen konnte, war der berühmteste venezianische Schriftsteller im Spätstil. Mit seinen " Vier Saisons " kreierte er um 1720 den gelungensten Konzertzyklus seiner Zeit, der sich bald in ganz Europa verbreitete und schon damals zu den Lieblingswerken vieler Zuhörer wurde - vom Franzosen Louis XV. bis zum Denker Jean-Jacques Russeau.

"Wer kennt nicht die vier Staffeln eines Vivaldi" jammerte der dt. Kritiker Johan van Adolph Scheibe schon 1737. Nur durch diese vier Geigenkonzerte bleibt lange Zeit dessen Namen erhalten, während die meisten seiner Werke als trivial oder verschollen gelten. Seither sind die Laufräder der Vivaldi-Renaissance nicht stillgestanden und zeigen immer wieder neue Kostbarkeiten, aber noch kein Stück hat die Beliebtheit der "Vier Jahreszeiten" erreicht.

Die ersten vier Ziffern von 1725 in Amsterdamer Verlag erschienenen Werken sind unter dem ursprünglichen Titel "Le Qattro Stagioni". Das Jahreszeitenkonzert steht ganz klar auf der Linie der "Invenzione": Keiner der Komponisten hat die typischen Szenerien jeder Saison in originelleren Klängen festgehalten: von der Geräuschkulisse der Wildnis, dem Vogelgesang und dem Gewitter bis hin zu den saisonalen Genüssen (Weinfeste, Schlittschuhlaufen, etc.).

Zu den Extremtemperaturen des Südens und der Winter, deren Auswirkungen auf den Menschen Vivaldi in dramatischen Farben beschreibt (Müdigkeit im Hochsommer, Beben und Klappern der Zähne in der Winterkälte). Es handelt sich um zwölf Tonbilder, die in vier Gruppen zu je drei Saisons gleichmässig aufgeteilt sind.

Hier nutzte Vivaldi die von ihm selbst entwickelte dreistufige Form des Konzerts auf raffinierte Art und Weise für seine klanglichen Intentionen. Seine Violinkonzerte sind immer von zwei schnellen Sätzen umrahmt. Durch die Eckbewegungen des Quartiers werden große Abbildungen der Aktivitäten jeder Saison gezeichnet. Vivaldi wollte hier den sinnlosen Bestreben von Mensch und Vieh beschreiben, sich unter der bedrückenden Schwülheit zu bewegen.

Nur ein heftiges Unwetter reißt im Endspiel die Wärme mit grausamer Wucht weg.... Letzteres wäre uns in diesem Jahr bekannter geworden. Vivaldi hat zwischen diesen grossformatigen Abbildungen von saisonalen Ereignissen kleine, aber feine Figuren von Menschen als Mittelphrasen eingefügt. Von Schlafstudien könnte man unter den verschiedenen saisonalen Gegebenheiten reden.

Im Frühjahr ruhen sie leise unter leicht schnurrenden Laubblättern, aber im Hochsommer lässt uns die bedrückende Wärme, die Moskitos und das entfernte Rumpeln des Unwetters kaum schlafen. Vivaldi hat diese Einzelheiten in den Notizen genauestens notiert; wir werden darauf zurückkommen. Aber das wahre Geheimniss der Vier Jahre besteht darin, dass man die Vielfalt dieser einzelnen Ereignisse selbstbewusst übersehen und trotzdem den Charme jeder Saison erspüren kann.

Der Reiz melodischer Ideen, die virtuose Solovioline und der melodiöse Sound des Saitenorchesters versetzen Sie unfreiwillig in die entsprechende Saison, auch wenn Sie nicht alle Feinheiten kennen, die der Künstler in seiner Malerei verstreut hat. Vivaldi war auch ein raffinierter Künstler in diesem für die musikalischen Stimmungslagen so bedeutsamen Ton.

Nach venezianischem Verständnis von Farbe hat er für jede Saison die richtige Basisfarbe, den Schlüssel, gewählt. Die hell es, helles E-Dur korrespondiert mit dem Frühjahr, der Saison des ersten hellen Grün, und akzentuiert die Geigen besonders brillant und zupackend. Mit seiner bedrückenden Wärme und den heftigen Unwettern ist G-Moll eine optimale Taste für den sommerlichen Gebrauch, da die unterste Violinsaite, die Leersaite, voll ausgenutzt werden kann, um den Donner zu imitieren.

Vivaldi hat für den herbstlichen Tag mit seinen Weinfestspielen und Jagen F-Dur, den Schlüssel der Hörner und die Dorftanzmusik gewählt. Der Zuhörer hat die Wahl, ob er - im übertragenen Sinne - in größerem Abstand zu den Jahreszeitenbildern von Vivaldi steht und sich nur von dieser Grundtonart beeinflussen läßt oder ob er sich nah genug an die vielen kleinen Einzelheiten heranmacht.

Vivaldi erleichterte diesen, indem er jedem der Konzerte in der Druckausgabe von 1725 ein Sonett vorangestellt hat. Vivaldi ließ in den Noten texten die einzelnen Zeilen der Gedichte genau dort drucken, wo sie sich ausdrücken. Der erste Frühlingssatz lautet die Devise lautet Gjunt? è La Primeur, "Der Brunnen ist gekommen".

Sie drückt sich in dem bekannten, leuchtenden E-Dur-Thema aus, das allein ausreicht, um Vivaldi zu verewigen. Vivaldi schilderte im langsameren Teil des Satzes den weichen Dornröschenschlaf eines Schäfers auf einem "locus amoenus" durch eine geniale Klangschicht: Das "angenehme Flüstern von Bächen und Büschen" imitierte die Geigen des Saitenorchesters in schnurrenden Dritteln, während die Stille des Schäfers in den stillen Bogen der Solo-Violine einfangen wird.

Der Schlusspunkt des Konzertes ist eine pastorale Idylle: Schafhirten und Larven tanzen zum Dudelsackklang, dessen charakteristische Töne Vivaldi hier in den Streichern und vor allem im Kontrabass imitiert hat. Am Anfang des Sommer gibt es bedrückende Wärme, die jede Aktivität lahm legt. Als am Ende der Nordatlantik über die Tiefebene weht, kann man sich schon vorstellen, was mit dem Schafhirten und seiner Schafherde im Endspiel geschehen wird: ein hemmungsloses Sturm.

Davor beschrieb Vivaldi jedoch den für heisse Sommerabende und nachmittags üblichen ruhelosen Schlaf: Insekten und Moskitos (die Tuttivioline) stören den rastenden Schäfer, während das Unwetter schon von weitem kommt. Die erste Bewegung stellt die Landwirte zur Erntezeit dar: Sie tanzten einen für sie charakteristischen Volkstanz in einem holperigen Takt.

Allmählich nimmt die Reaktion auf den Tropfen so stark zu, dass alle in der Mitte des Allegros einschlafen: aber danach steigen sie wieder verstärkt auf und leiten den ersten Tanz und das Ende. Lediglich der Cymbalo läuft in seinen kaputten Saiten völlig ungehindert durch den Saal, während die Saiten im Ruhezustand sind.

Im Endspiel werden sie von Hörnern verjagt, deren Sound Vivaldi gekonnt in den Geigen imitiert.

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