Meyers Hof Berlin

Das Meyersche Gericht Berlin

kann er - zu Ihnen kommen, in einem der Höfe von Meyers Hof stehend. Hier finden Sie das perfekte meyers hof berlin Stock Foto. Historie und Wissenswertes aus der Altstadt von Pankow in Berlin. Der legendäre Meyers Hof zum Beispiel, der Inbegriff von Wohnungsmisere. Eines der sechs Hinterhöfe des Meyers Hofes in der Berliner Ackerstraße.

Die" Risse im Feld".

Meyers Hof steht für das dunkle Treiben der Ärmsten und Arbeiter in der Hochzeit. Die Hochzeit, das war die Feldstraße. Die Ackerstraße, das war "Meyer's Hof". Gegen Ende der 1920er und zu Beginn der 1930er Jahre wurde sie im ganzen Lande als besonders verabscheuungswürdiges Beispiel für die Misshandlung von Menschen ohne Rücksichtnahme auf ihre Nöte, ihre gesundheitliche Situation und ihr weiteres Schicksal bekannt.

In der Ackerstraße 132/133 wohnten vorübergehend bis zu 2000 Menschen zusammen - vollgestopft, erkrankt, hoffnungslos und oft in den Suizid gefahren. Meyers Hof war das schönste Beispiel für das Elend des Arbeiterproletariats. Meyers Hof beansprucht in diesem Werk viel Raum, denn er steht seit hundert Jahren für die Bebauung in der Ackerstraße und Hochzeit.

Meyer's Hof: Ein fünfstöckiges Vordergebäude über die gesamte Gebäudebreite von zwei Wohngebäuden. Meyers Hof war in den hundert Jahren seines Bestandes keine feste Größe, sondern hat sich gewandelt. Der folgende Gedanke von Meyers Hof ist daher auch in mehrere Abschnitte aufgeteilt, weil dadurch die unterschiedlichen Entwicklungen in den einzelnen Epochen ersichtlich werden.

Meyers Hof wurde nicht nur einmal als "Stadt in der Stadt" beschrieben. Weil es in diesem Gebäudekomplex nicht nur Appartements, sondern auch viele geschäftliche und manchmal auch gesellschaftliche und Kultureinrichtungen gab. Warum "Meyer's Hof? Mit dem Namen Meyer ist der Eigentümer dieser Bauten gemeint. In den 70er Jahren des neunzehnten Jahrhundert hatte Jacques Meyer eine eigene Fabrik in der Königlichen Strasse 18-20, auf deren Grundstück auch die Wohnvilla bis zur Errichtung von Meyer's Hof war.

Diese Gelder wurden vermutlich für den Aufbau von Meyers Hof gebraucht. Im Jahre 1878 übernimmt sein 27-jähriger Sohn Otto Meyer die Leitung und zieht selbst in das zweigeschossige Verwaltungsgebäude auf dem sechs. Bis zu seinem Tode im Jahre 1920 leitete Otto Meyer den Hof, der sich also 36 Jahre lang in Familienbesitz befand.

Dies beweist, dass es bei Meyer's Hof von Beginn an gängige Praxis war, dass hier auch Gewerbebetriebe entstanden sind. Zu Beginn gab es 257 Appartements und 13 Geschäfte, darunter eine Backstube, ein Schwimmbad und mehrere Werkstatt. Bei den Bewohnern des Vordergebäudes handelte es sich um Händler, Angestellte und Beamte, obwohl der Ausdruck "Kaufleute" etwas abwegig ist.

Gemeint waren oft Kunsthandwerker, die ihre Erzeugnisse auch selbst vertrieben haben, was vor allem bei Meyer's Hof der Fall war. Bei weitem der grösste Teil der Appartements besteht nur aus einem Wohnzimmer, einer kleinen Wohnküche und einer kleinen Kanzlei. Die Appartements waren keine separaten Wohneinheiten, wie wir sie heute kennen, aber auf jeder Ebene befand sich ein langer Gang, von dem die entsprechenden Räume abgegangen sind.

Damals hatten die Bewohner noch keine Toiletten in den hinteren Gebäuden, sie hatten nur eine in den Innenhöfen. Auch in den ersten Jahren gab es für die Bewohner keine eigenen Zapfstellen, sie mussten immer die Treppe zur Gemeinschaftszapfstelle hinuntergehen. Jacques und später Otto Meyer liessen die Gebäude oft neu bauen, vor allem, wenn ein Unternehmen umziehen oder erweitern wollte.

Anscheinend hatten die Meyers ein kleines Spiel mit der Miliz. Damals war Meyer's Hof immer eine Großbaustelle. Doch auch in den Appartements wurden neue Mauern gebaut, neue Wege beschritten, Zimmer verschmolzen, andere abgetrennt. In dieser Zeit kann man feststellen, dass die Mieterwünsche wirklich berücksichtigt wurden.

In den ersten dreieinhalb Dekaden wurde wenig über die Lebensbedingungen der Bewohner weitergegeben. Dennoch gibt es noch so viel, dass man von einer vergleichsweise menschenwürdigen Auslastung der Appartements ausgeht, auch wenn es in Wedding zum Zeitpunkt des Neubaus bereits einen Wohnungsmangel gab. Die Meyers waren offenbar nicht so kühn und gierig wie die nachfolgenden Besitzer, die Meyer's Hof bis auf den letzen Metern mit Leuten füllten, mit denen man Geld erwirtschaften konnte.

In den ersten Jahren gab es aber auch Kellerwohnungen, die erst zu Beginn der 1930er Jahre aufgelassen wurden ("baupolizeiliche Verfügungen", nicht aufgrund von humanitären Veränderungen des neuen Eigentümers). Er hat mir einige einschneidende Berichte über die Pächter gegeben, die der Eigentümer, Otto Meyer, nun kennengelernt hat. Ein Pächter, ein Töpfer von Haus aus, hatte die Öfen in seiner Ferienwohnung abgebrochen und veräußert.

Die Eigentümerin entschied sich nun, ihr Wohneigentum zu erhöhen, indem sie nur feste Pächter aufnimmt, diese aber zu günstigen Mietpreisen vermietet, die nicht erhöht werden konnten. Im Jahre 1877 wurde in Meyers Hof die 59. Polizeistation errichtet, in der auch der Direktor Thomas T. W. Thiele war. Im Jahre 1884 publizierte er die erste berühmte Literaturbeschreibung von Meyers Hof: "Endlich wird mir in der Ackerstraße ein Blick angeboten, der allein ausreichen würde, um die enorme Distanz zwischen Vergangenheit und Gegenwart zu verdeutlichen, oder sie in einer Art Bild zu zeigen:

Das sind Meyers Einfamilienhäuser, die dort stehen, wo früher die Kaserne des voigtl. Das Hauptgebäude mit zwei gewaltigen Toren flankierte die Ackerstraße; dahinter fünf Innenhöfe mit je zwei viergeschossigen Querbauten, durch die ein Gewölbegang mit zwei seitlichen Eingängen für die Wohnhäuser selbst verläuft.

Polizeibericht vom 14. Juli 1884: "Die Tiefenlichtschächte vor den Kellern im Innenhof sind in keiner Weise verdeckt oder eingeschlossen, so dass dies eine Gefährdung der Zuschauer am Hof, insbesondere der spielenden Kleinkinder, darstellen kann. "Jacques Meyer wurde gebeten, die 180 (!) bis zu 1,5 Meter tiefe Licht-Schächte der Untergeschosswohnungen innerhalb von vierzehn Tagen sperren zu lassen. 2.

Otto Meyer verkündete am 29. November 1904, dass das Anwesen Tag und Nacht überwacht und die ganze Zeit über erleuchtet wurde. Das lässt vermuten, dass die Bedingungen in Meyer's Hof damals recht ordentlich waren. 36 Jahre sind seit dem Aufbau von Meyers Hof verstrichen.

Otto Meyer stirbt 1920 und beginnt den Weg von Meyer's Hof. Eine Zeit lang waren "Meyers Erben" die Besitzer, aber gleichzeitig kam die Fa. Keyling & Thomas ins Spiel. 2. Dieser wurde bereits auf dem Nachbargrundstück Ackerstraße 126-129 errichtet und betreibt dort eine eisenhütte. Das Unternehmen besetzte mehrere große Parzellen zwischen Ackerstraße und Gardenstraße.

Aber es sollte mit Meyers Hof ein Problem sein. Das Unternehmen Keyling & Thomas, heute umfirmiert in Eisenengießerei AG, wurde am 21. 9. 1921 zum neuen Besitzer der neuen Eigentümerin der Eckerstr. 132/133 und baute zunächst das jüngste Haus in Meyer's Hof um, in dem sich zuvor eine Badestelle und die Hausverwaltung befanden.

Der Plan für Meyer's Hof war klar: Abbruch der Wohngebäude, Neubauten von Produktionsgebäuden. Nachdem die Planungen mit dem Anwesen damit zerstört wurden, wurde Meyers Hof für das Unternehmen nicht mehr interessant; er wurde verrotten gelassen, vielleicht auch in der stillschweigenden Erwartung, dass das Ganze bald auf diese Weise von selbst gelöst werden würde.

Im Jahr 1927 verlässt die Firma die Hochzeitsstätte und zieht nach Britz. Sie veräußerte Meyer's Hof im gleichen Jahr an die "Union Baugesellschaft", die die Immobilie nur zu spekulativen Zwecken wollte. Die Gewerkschaft hat das Land am 9. Dezember 1927 dem Stadtteil Wedding zum Verkauf angeboten.

Inzwischen hatte die Gewerkschaft Baugenossenschaft wiederholt auf den Erwerb von Meyer's Hof gedrungen, da sie selbst in große wirtschaftliche Not geraten war. Das Einzige, was für die EU wie in der Vergangenheit für die Eisengiesserei von Bedeutung war, war das Land, das nur die dort lebende Bevölkerung störte. Der Hof der Gewerkschaft Meyer's, im Jahre 1929, veräußerte das Anwesen endgültig an die Firma Nordic Real Estate AG zu einem Kaufpreis von 170.000 Mark - ein viertel der ursprünglichen Forderung an den Landkreis.

Aber schon am 24. Jänner 1930 wurde Meyer's Hof wieder an den Händler Dr. Alexander Turmarkin veräußert. In seiner Amtszeit ging das Wohnhaus völlig in die Hölle und wurde zum schäbigsten Bauwerk Berlins. Weil es in Meyers Hof nur wenige Meldungen über die 1920er Jahre gibt, ist das folgende Abschnitt vor allem auf das Ende der 1920er Jahre bis 1930 begrenzt, aber die hier geschilderten Bedingungen traten nicht erst damals auf, sondern haben sich seit 1921 in diese Richtungen entwickelt.

Seit 1929 wurde Meyers Hof als Festung des "proletarischen Milieus" bekannt oder notorisch. Wegen des Wohnungsmangels waren die Appartements mehrmals besetzt und bebaut. In diesem Jahr stirbt auch der berühmte Künstler Heinrich Zille. Auch wenn er in Meyers Hof kein einzelnes Foto gemalt hatte, wurde das Gebäude bald "Zilleburg" getauft.

Das liegt sicherlich daran, dass die Zeichnungen in Meyers Hof und die Bedingungen in Meyers Hof kaum zu unterscheiden sind. Alleine 1929 erschien fünf große Zeitungsartikel über Meyer's Hof, alle mit vielen Illustrationen. Hessel schildert in seinem Werk "Walking in Berlin" eine Tour von der Leipzigstraße nach Norden, bei der er auch in die Ackerstraße gebracht wird: "Durch die Ackerstraße nach dem Wedding zu.

Der erste Fotoreport über Meyers Hof erscheint am 11. März 1929 in der "Arbeiter-Illustrierten-Zeitung" (AIZ). Die Hoffassade zeigt den gleichen Verfall der Gebäudesubstanz und zeigt zum ersten Mal, dass seit dem Verkauf von Meyers Nachkommen nichts mehr für die Erhaltung des Innenhofes unternommen wurde. Wenige Wochen später, am 17. August 1929, erscheint ein zweiter Fotobericht, dieses Mal im "Weltspiegel".

Die beiden Journalistinnen haben unter dem Motto "Die Ackerstraße 132/133 läd zum Spiel ein" über ein Festival berichtet, an dem sie offenbar teilnahmen. Die " Berliner Morgenpost" berichtet am Samstag, 29. September 1929, über Meyer's Hof: "Flugzeuge umkreisen Berlin, U-Bahnen rasseln, zweigeschossige Busse quetschen durch die Ackerstraße, die die erste Pächterin in Myershof, Minna Riedel, heute eine hörgeschädigte alte Dame, noch mit Argwohn beobachtet.

Jeden Morgen gehen mehrere hundert Menschen mit neuen Blicken an die Arbeit und am Abend kommen sie erschöpft ins Heim, das einen Anwohner kaum loslässt, bevor ihn der Tot wegruft. Alexander Tumarkin erwirbt am 23. Jänner 1930 Meyer's Hof. In den ersten Jahren des Nationalsozialismus war er jedoch dazu verpflichtet, etwas für das Aussehen von Meyers Hof zu tun, das nicht viel mehr als Kosmetika war.

Mit der Übernahme von Meyers Hof im Jahre 1930 stellte Tumarkin bei der kommunalen Bauaufsicht im Weddinger Landratsamt einen Antrag auf eine Freistellungsregelung für die Rückumwandlung von Gewerbe- in Wohnräume. Der fünfte Hinterbau, der vor Jahren zu einem reinem Werksgebäude umfunktioniert worden war, war weitgehend brach. Es wurde auf einem Querhaus mit Einraumwohnungen errichtet, in die Menschen, die früher in grösseren Appartements wohnten, umzogen.

Abgesehen davon wurde bei Meyer's Hof nichts anderes wiederhergestellt. Die Pächter Heising und Köhler aus dem zweiten Querhaus wendeten sich am 14. Mai 1931 an die Baupolizei: "Angesichts der vielen Beschwerden, die im notorischen Myershof herrschten, möchte der Unterzeichner sowohl freundlich als auch dringlich um einen Besichtigungstermin in Myershof ersuchen.

Auf den Bauernhöfen verkehren auch Fahrradfahrer, PKW s und LKWs mit großer Schnelligkeit, so dass die Einwohner, vor allem von Kindern und alten Menschen, ständig in Gefahr sind. Es war das erste Mal, dass zwei Pächter für alle da waren. Doch die Pächter im Meyer's Hof wehrten sich immer mehr dagegen, weil sie zu Recht befürchteten, dass dies die Stadtmauern mit Trinkwasser füllen und das Leben dort noch schädlicher machen würde.

Aber auch nach der Probeentnahme hat sich nichts geändert, die Bewohner wurden mit ihrem Anliegen allein gelassen. Er schilderte auch Beschwerden von vielen Mietern über Rauchbelästigung beim Brennen der Kochgeräte und beim Beheizen der Öfen. Den Mietern reichte es, am Abend des Jahres 1932 fand eine Sitzung statt. Damals gab es bereits eine Streikbewegung in Berlin.

Nahezu jeden Tag gab es Meldungen über Häuser, die den Streik entschieden oder mit Erfolg abgeschlossen hatten, über Vertreibungen, die vermieden wurden, oder über leere Apartments, die bebaut waren. Dieser Umzug begann mit der Entscheidung der Bewohner von 14 Wohngebäuden in der SWINEMÜNDER STRASSE, im Kurzabschnitt zwischen Arconaplatz und Zionskirchplatz/Mitte.

Beispielsweise wurden am 18. 8. 1932 nahezu alle Bewohner der Lichtener Strasse Nr. 18 beim Mietertreffen in der Nähe von Berlin inhaftiert. Der nächste Tag das gleiche mit 63 Festnahmen in der Liebenwalder Strasse 41 in der Hochzeit. Auch die Pächter der Koepenicker Str. 34/35 streikten am Samstag, den 15. November, und machten das ganze Gebäude zu einer einzigen Burg.

An den Fenstern hängen 30 Fähnchen, vor einer Treppe steht: "Hier ist Streik, wir wollen leben". Oberhalb eines Kellerfensters: "Hier verrotten unsere Kinder". Es wurde zur Anlaufstelle für die Streikbewegungen, wo sich Bewohner aus ganz Berlin über die Art und Weise dieses Streiks unterhielten. Die Resonanz war enorm: Am 11. 11. 1932 begannen ganze Straßen, z.B. die Hochzeitsstraße (Kösliner Straße) und die Fischerstraße (Mitte).

Auf einer Massenveranstaltung der Firma "Gagfah", an der rund 7500 Pächter und 2.800 "Roland"-Mieter teilgenommen haben, wurden massive Mietzinssenkungen gefordert. Auch Meyers Hof schloss sich den Warnstreiks um die Wende 1932/33 an, was ein Vorzeichen war. Die " Welt am Abend] schreibt am 18. Jänner 1933 über die Zustände in Meyers Hof: "Die gerissenen Fassade von Hinhanser ist rot beschriftet, an zahllosen Fenster hängt eine Fahne und an den Mauern leuchtet ein rotes Banner.

"Auf einem anderen Banner stehen die Worte: "Erst sind die Kleinen voll, dann der Hausherr Watt". Die Pächter haben ihre Kampfankündigungen überall veröffentlicht. Man kämpft für nackte Menschenrechte, man verteidigt die eigene Hand, erklärt die Mieterschaft. Anfang 1933 erreichte die Schlagbewegung ihren Zenit, doch mit der Machtübernahme durch Adolf Hitler kamen ganz andere Bedingungen in Gang.

Es gibt kaum Hinweise auf die Auswirkungen der Verhaftungswelle auf die Einwohner von Meyers Hof. Wenn man aber die Adressbucheinträge der Ackerstraße 132/133 Ende 1932 mit denen von 1935 vergleicht, wird man feststellen, dass nur noch 50% der Urbevölkerung dort waren. 1932 und 1933 entstandene Mietergemeinden wurden durch gemeinsames Wohlergehen zerschlagen.

Eine gute Handelswoche nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten besuchte am Montag, den neunten Februar 1933, eine Baupolizeikommission Meyer's Hof. Eine der wenigen Zeugenaussagen aus der Zeit des Nationalsozialismus über Meyers Hof wurde 1941 in der von Joseph Goebbels begründeten Fachzeitschrift "Das Reich" gefunden: "1933 wurde das Gebäude erstmals von den vor Ort bekannten Politikern gereinigt.

Das Haus hat 170 Gastfamilien, von denen etwa 20 in der Küche leben, und 130 Söhne. In den einzelnen Zimmern sind 80-prozentige Senioren, Rentnerpaare oder Witwen untergebracht. In den restlichen Kochräumen leben jüngere Paare, die zum Teil erst in den vergangenen zwei bis drei Jahren eingezogen sind und deren Kind bereits während des Kriegs zur Welt gekommen ist.

Die Bezirksleitung VI der NSDAP ernannte 1938 einen Treuhänder für Meyers Hof. Sie hat die Macht der ideologischen, politisch-gesellschaftlichen Überwachung der Bewohner und befürwortet auch die Zahlung von Mietrückständen. Ein besonderes Phänomen ist der Treuhänder aufgrund der besonderen Umstände dieses Giganten.

Meyers Hof kommt bei den Hauptversammlungen nicht schlecht weg. Als Meyers Hof während des Krieges geschädigt wurde, sind keine mehr auffindbar. Mehr als 200 Häuser wurden vernichtet, über 700 Menschen haben ihre Häuser, oft ihre letzte Habe, eingebüßt. Neunhundert Wohneinheiten, die heute dreihundert Beschäftigte mit ihren Angehörigen, Rentnern und Rentnern beherbergen, wurden beibehalten.

Nach Kriegsende blieben nur das vordere Haus und das erste hintere Gebäude von Meyers Hof übrig, die vier hintere Querhäuser wurden komplett vernichtet und später demoliert. Wurden große Anteile der Parzellen im Bereich Wedding von der Firma DeGeWo erworben, so wurde der Wohnblock 262, auf dem auch Meyer's Hof lag, von einer der kleinen Non-Profit-Baufirmen, der Alexandra-Stiftung, erworben.

Sie erwarb Meyer's Hof vom Vorbesitzer, der das Anwesen einige Wochen zuvor von seinem Familienvater erstanden hatte. Die Alexandra Foundation hat offenbar große Pläne für das Areal, aber nicht für Meyer's Hof. Sie schickte allen Mietern am 29. 9. 1965 ein identisches Anschreiben, dass die Mietverträge so schnell wie möglich beendet wurden.

Das ausgefüllte Blatt wurde von einigen Mietern in kurzen Briefen zurückgeschickt, in denen sie erklärten, dass sie sehr lange in der Hochzeit gelebt hatten und dort wohnen wollten. Im Jahr 1970, fünf Jahre später, stehen im Adreßbuch noch 42 Bewohner der 82 Appartements im Meyer's Hof. Inzwischen wurden einige der Appartements vertrieben, weil sie für nicht bewohnbar befunden worden waren.

Sieben Jahre nach der ersten Meldung für die Pächter, dass ihr Wohnhaus abgebrochen werden sollte, wurde erst am 17. Oktober 1972 Meyer's Hof in die Luft gejagt. Dies war das letzte Ende von Meyers Hof. In den beiden nachfolgenden Texten sind die Erinnerung an ehemalige Einwohner von Meyers Hof festgehalten. Diese wurden vollständig dem Werk "Das Berliner Mietshaus" entstammen.

Seit 1936 gab es in Meyer's Hof elektrische Beleuchtung, bis dahin wurden Benzin, Erdöl oder Teelichter verwendet. Heute würde man das von niemandem mehr erwarten, aber für uns Kindern war es ein wahres Eldorado. Wichtigster Kinderspielplatz war wohl Meyer's Hof selbst, dann der Gartenbereich, der eine große Grabungsfläche hatte.

Den Fahrern, die dort mit der 3 tagtäglich durchgefahren sind, kannte Meyer's Hof schon und sagte sich, jetzt muss man ja mal ganz schön schleppend durchfahren. Wir hatten unser eigenes Territorium, wir wussten es in- und außerhalb, die andere Seite der Ackerstraße war nicht mehr dazugehörig.

Die tiefgründige Hochzeit war der Raum Ackerstraße, Gardenplatz, Bernhardiner Str., Gartenstr. bis zum Ende. Die Hochzeit hinter der Swindsuchtbrücke war ein weiterer Teil. Die Hochzeit fand für uns an der Swindsuchtbrücke statt. Das Nähen von Taschen im letzen Querhaus war nur ein Geschoss hoch, ein niedriges Gebäude, in dem wir wunderbar mitspielen konnten.

Später, 1934/35, wurden die Fabrikgebäude geräumt und eines der ersten bedeckten Messegelände Berlins errichtet. Direkt unter einem Schaufenster lag die Matte der Wrestler; wir spuckten dort als Kind und machten uns über uns selbst lustig. Acht bis zehn Schüler von Meyers Hof waren in der gleichen Gruppe, die Clique Meyers Hof hielten auch gegen Überfälle von dort.

Was wir als Kind sehr gerne gesehen haben, hatte die Hütte eine Schatzkammer von Dingen, die verschollen waren und dort ersteigert wurden. Damals waren wir immer an Wanderstöcken interessiert, also haben wir sie als Kind zum Eishockey und Kricket spielen benutzt. In Meyers Hof konnte die Firma keinen einzigen Auftraggeber für sich verbuchen. In Meyers Hof konnten sie also keine großen Freundschaften schließen.

Der Teil der Ackerstraße und der weiter hinten, hinter den Gräberfeldern, hatten wenig damit zu tun. So etwas gab es im obersten Teil der Ackerstraße nicht. Von Meyers Hof aus wurde die Ackerstraße nur für gewisse Dinge gepilgert, wie zum Beispiel für Fische, die dort frisch waren als hier bei der Stadt.

In Meyers Hof haben die Nationalsozialisten keinen Halt. In der Ackerstraße 134 über der Metzgerei waren auf der Brandmauer gemalt worden. Drei Männer standen oben und senkten ihn, dann malte er die Mauer:'Tumarkin kommt nach Berlin, um die Armen auszuziehen; aber Meyers Hof ist im Dienst, und er kommt nicht auf seine Kosten'.

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