Kiez Hotel Berlin

Hotel Kiez Berlin

Berlins heißeste Karaoke-Party ist KIEZ KARAOKE! Berlinale | Unsere Nachbarschaft 46 Kunstschaffende und Künstlerinnen sind dem Aufruf von Gabi Ngcobo an die Spree nachgekommen. In diesem Jahr übernahm der Johannesburg-Professor als erster Afrikaner die Funktion des Chefkurators, um in einen Kunstdialog mit Berlin einzutreten. Es steht also in der Biennale in der Tradition, aktuelle Themen zu hinterfragen, neue Dinge zu finden, neue zu erdenken.

Dies wird auch durch das Leitmotiv für 2018 angedeutet, das auf dem Titel des Nr. 1-Hits von Rock-Röhre Tina Turner aus dem Jahr 1985 basiert. Keine weiteren Heroen nötig - das erfordert eine eigene Meinungsbildung, insbesondere im Blick auf gemeinsame Machtverhältnisse und vorhandene Machtstrukturen.

"Heldinnen werden letztendlich zu Tyrannen", weiss Gabi Ngcobo, "so besser dran mit ihnen." Allerdings will die Berlinale 2018 keine feste Zuordnung vorgeben. Im Mittelpunkt stehen Fragen wie die kolonialistische Repression oder das Machtgleichgewicht zwischen Schwarz und Weiss, aber auch Fliehen, Vertreiben, die Position der Frauen.

In Berlin-Mitte sind die Bilder, Videos, Installationen und Plastiken vieler neuer Künstler aus aller Herren Länder auf fünf Ausstellungsorten verteilt.

Kreuzberger Politiker: Hotel Orange-Chef wirft Kreuzberger Politikern vor

Die Betreiberin des kontroversen Luxushotels Orania alarmiert: Im ehemals so farbenfrohen Stadtteil Kreuzberg herrscht ein Gefühl der Bangigkeit. Hotelboss Dietmar Müller-Elmau (63) beschuldigt die Kreispolitik, sich vor kämpferischen Linksgruppen und Krawallmachern zu verbeugen. Es ist einem Politikern nicht einmal erlaubt, in sein Hotel zu kommen oder eine Stellungnahme abzugeben.

In Kreuzberg bemerkt Müller-Elmau das Gegenteil: "Ein Umweltpolitiker darf nicht in unser Lokal kommen, wenn er nicht zuvor die Zustimmung einiger Leute eingeholt hat", sagte er nun in der "taz". Das Hotel, ein Spross des sagenumwobenen Schlosses in Bayern, wird von linken Autonomen gehasst und war im vergangenen Monat zum Angriffsziel von Kopfsteinpflastern geworden.

Müller-Elmau betonte, dass er nicht der einzigste Entrepreneur im Alternativbezirk sei, der durch Bedrohungen oder Angriffe unter Zwang stünde. "Ich hörte auch von Läden in der Oranienstraße, dass sie bedroht wurden, wenn sie etwas mit uns machen wollten", sagte der Hotelchef. "Dieses Hotel wollen viele Politikern nicht betreten" Dieser Stress erreicht auch Politikern des linksgerichteten Bereichs.

Die Stadtverwaltung sagte ihm persoenlich, wie gut das Hotel sei, so Mueller-Elmau. Dies sei "unaufrichtig" und "unglaublich", sagt Müller-Elmau, aber in Kreuzberg sei der "Druck zum Egalitarismus" hoch. Kurt Wansner, der Vorsitzende der CDU Friedrichshain-Kreuzberg und Abgeordnete des Repräsentantenhauses bekräftigt diese Diagnose: "Viele Politikern wollen dieses Hotel nicht besuchen oder wagen es nicht - weil sie auf die Akzeptanz ihrer Kundschaft achten müssen".

Mehrere Menschen hatten ihm selbst gesagt, dass sie sich vor einem Hotelbesuch fürchteten, weil es in der linksgerichteten Szenerie als Sinnbild des Kapitals galt. Den Händlern wurde bereits damit gedroht, die Schaufenster ihrer Geschäfte zu vernichten, wenn sie sich an das Hotel binden. Bei Gesprächsveranstaltungen hatte er selbst eine Atmosphäre des Drucks festgestellt, in der nicht jeder seine Ansicht äußern konnte.

In letzter Zeit gab es mehrere Anschläge auf Firmen und staatliche Institutionen in der Nähe des Hotel Orania, die alle dem gleichen Schema folgten. Kurz vor dem Anschlag auf das Hotel griffen im vergangenen Monat zehn bis 15 Menschen die Kreuzberger BDT an. "Die Tatsache, dass ein Hotelier einem ehemaligen und langjährigen Warenhaus neues Schwung verleiht, ist ein Beweis für die positive Weiterentwicklung.

Die Oranienstraße, wie sie um 1970 zum letzten Mal existierte, erhofft sich Wansner eine neue Blütezeit.

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