Jüdisches Museum Berlin

Das Jüdische Museum Berlin

Zwei Hauptgebäude des Museums, nur unterirdisch verbunden, von der Straße aus gesehen: Mit dem Jüdischen Museum Berlin steht das größte Jüdische Museum Europas zur Verfügung. In einer beispiellosen Form eines Gesamtkunstwerks erzählt das Jüdische Museum Berlin die Geschichte der Juden in Deutschland. Die neuesten Tweets von jmberlin. Das Jüdische Museum Berlin | Jüdisches Museum Berlin.

mw-headline" id="Lage_und_Situation">Lage und Lage[Edit | | | Quelltext bearbeiten]>

Mit dem Jüdischen Museum Berlin steht das grösste Museum Europas zur Verfügung. Die ständige Ausstellung gibt einen Einblick in die 1700-jährige deutsch-jüdische Vergangenheit, einschließlich der Höhepunkte und Tiefen der deutsch-jüdischen und nicht-jüdischen Beziehung. Die permanente Ausstellung ist seit dem 1. Januar 2017 erneuert und für Gäste nicht geöffnet.

Für 2019 ist die Einweihung der neuen ständigen Ausstellungen vorgesehen. 1] Inzwischen präsentiert das Museum die Sonderausstellung "Willkommen in Jerusalem" im alten Gebäude. Das Museum umfasst auch ein Museum, eine Bücherei und die Academy. In diesen Bereichen werden sowohl die juedische als auch die deutsch-juedische Kulturgeschichte vermittelt. Das Museum wurde am 11. Oktober 1938 (während der Novemberpogrome) von der Geheimen Staatssicherheit aufgelöst und das Inventar des Museums konfisziert.

10] Aus Anlass des 300-jährigen Bestehens der Israelitischen Kultusgemeinde Berlin 1971 wurde die Neugründungsidee für das Museum aus Anlass der Sonderausstellung Performance and Fate of the Berlin Museum im Haus des Oberlandesgerichts geboren. Das neue Museum wurde aus der Israelitischen Sammlung des früheren Berlin Museum für deutsche und internationale Kunstgeschichte gegründet. Die Entwürfe von Daniel Liberchind gewannen 1989 den ersten Platz in einem Architekturwettbewerb für die Vergrößerung des BerlinMuseum.

In der langen Bauzeit wurde intensiv über die Verwendung des neuen Gebäudes und die Position der Judenabteilung diskutiert. Amnon Barzel wurde am 11. Juli 1994 zum Leiter des zunächst nur zum Berliner Museum gehörenden Israelitischen Landesmuseums ernannt. 12] Im Dez. 1997 wurde er von W. Michael Blumenthal abgelöst, der auch auf die Einrichtung eines unabhängigen Judenmuseums im alten Gebäude und im neuen Gebäude des Berliner Museum drängte.

Die Gründung des Israelitischen Landesmuseums erfolgte am 11. Jänner 1999 als Institution des Bundeslandes Berlin. Bereits damals war der noch leerstehende Bau für Gäste zugänglich und wurde 1999 mit dem Bundesarchitekturpreis ausgezeichnet. In eineinhalb Jahren entstand unter der Regie des Projektleiters Ken Gorbey die ständige Ausstellung des Judentum.

Die feierliche Eröffnung am neunten Septembers 2001 erfolgte am dreizehnten Septembers 2001. Aufgrund der terroristischen Anschläge vom November 2001 wurde der ursprüngliche Termin um zwei Tage vertagt. Im Jahr 2001 beschloss der 4. Deutscher Bundestag die Gründung einer Jüdischen Museum Berlin-Gesellschaft.

Das Museum ist als Bundesstiftung eine selbständige Rechtsperson des Öffentlichen Rechtes und Teil der indirekten Landesverwaltung des Staates. Ehemalige Kuratoriumsmitglieder: Michael Naumann - ehemaliger Staatssekretär, das Museum Berlin setzt sich im Kern aus zwei Bauten zusammen, dem Barockaltbau des Kollegienhaus und dem dekonstruktivistischen Bau von Daniel Libeskind.

Das Museum eröffnet im Herbst 2007 den neuen gläsernen Innenhof, der von Daniel Liberchind entworfen wurde. Ab Ende 2012 wird das Gebäude durch die gegenüber liegende Academy des Israelitischen Landesmuseums Berlin in der früheren blumengroßen Markthalle komplettiert. Mit dem Umzug in das neue Gebäude im Jahre 1913 wurde hier das Berlin Consistory untergebracht.

Vor dem Einzug des Jüdischen Museums war es Standort des Berliner Museums für Stadtgeschichte. Im alten Gebäude befinden sich heute der Eingang mit Sicherheitscheck, Ticketverkauf, Informationen, Umkleideraum, Museumsshop und Gastronomie sowie spezielle Ausstellungsräume, ein Hörsaal und Büro. Das architektonische Erscheinungsbild des am 23. Jänner 1999 eingeweihten Neubaues in Zickzackform[14] ist geprägt von einer Titanzink-Fassade, außergewöhnlich geformten Fenstern, vielen spitzen Winkeln in den Mauern, schrägen Fußböden und grauem Waschbeton.

Über den Eingang im alten Gebäude gelangt man über eine Schwarzschiefertreppe in das Kellergeschoss des neuen Gebäudes und von dort zur zentralen Ausstellung des Vereins. Betritt man das neue Gebäude, begegnet man zunächst drei sich kreuzenden schrägen "Achsen": der Kontinuitätsachse, die in einer Hochtreppe zur ständigen Ausstellung führt, der Exilachse und der Holocaustachse.

Auf einem abfallenden Gelände mit Weiden steht im Exilgarten ein sechs Meter hoher Betonpfeiler, da Olivenbäume, die in der juedischen Überlieferung fuer Ruhe und Zuversicht sorgen, das klimatische Umfeld nicht dulden wuerden. Das Jahr 1948 ist das Jahr der Staatsgründung, während die Nummer 49 in der Bildmitte für Berlin steht.

Da der Exilgarten dem Feld der Stelen des Mahnmals für die getöteten europäischen Bürger ähnelt, wurde 1999 von ihm der Vorwurf des Plagiats gegen seinen Baumeister Peter Eisenman erhoben; der Rechtsstreit konnte gelöst werden. In dem neuen Museumsgebäude befinden sich mehrere so genannte "Hohlräume", die geradlinig durch das Zickzackgebäude durchzogen sind.

Abgesehen von der "Memory Void" sind sie von der ständigen Ausstellung nicht zugänglich, können aber von einigen Orten aus betrachtet werden. Erinnert werden soll an die Lücken des Holocausts, aber auch an die Vertreibung und das Pogrom, dem die jüdischen Menschen in Deutschland in den vergangenen Jahrzehnten zum Opfer gefallen sind. Der gläserne Innenhof nach Daniel Libeskinds Sukkah-Design (hebräisch für Laubhütte") ist nach einem 2005 gebauten Gruppenzugang die zweite strukturelle Ergänzung des Museum.

Daniel Libeskind verweist mit diesem Design auf das Tabernakelfest in Sukkot, ein frühes Erntefest, das seit der Zeit des Verbannten in Gedenken an die in der Wüste lebenden israelitischen Bewohnerinnen und Bewohner begangen wird. Das Museum bietet mit dem gläsernen Innenhof einen Veranstaltungssaal für rund 500 Menschen. 16 ] Es wurde als Gärtnerdenkmal in die Liste des Landesdenkmalamts Berlin eingetragen.

17] Die Freiräume rund um den Libeskindbau wurden von den Garten- und Landschaftsarchitektinnen Cornelia Müller und Jan Wehberg entworfen. Auch das Erweiterungsgebäude in der früheren Blumenmarkthalle von Bruno Grimmek an der westlichen Seite der Lindenstraße wurde von Daniel Liberkind entworfen. In der vorangegangenen ständigen Ausstellung Zwei Tausende von Jahren deutsch-jüdischer Vergangenheit wurde ein Bild von Deutschland aus der Perspektive seiner Judenminderheit vermittelt.

Durch Glikl bas Judah Leib (1646-1724, aka Glücks von Hameln) und ihr Kalender, das ihr jüdisches Kaufmannsleben in Hamburg illustrierte, erlebte man den Barockstil. Diese Perspektiven wurden durch die Darstellung des Judentums am Hofe und auf dem Lande untermauert. Aber auch die Rückschritte und die Enttäuschung der damaligen Judengemeinden wurden diskutiert.

Im Abschnitt über den Sozialismus konnten die Gäste sehen, wie die deutschen jüdischen Menschen auf ihre wachsende Benachteiligung reagieren und wie dies zum Beispiel zur Gründung neuer Judenschulen und sozialer Dienste geführt hat. Der Ausschluss und die Auslöschung der jüdischen Bevölkerung bedeutete jedoch ein Ende. Gleichzeitig wurden neue kleine Judengemeinden in Osten und Westen gegründet.

Der Rundgang endete mit einer Audio-Installation, in der in Deutschland aufwachsende Jüdinnen und Juden über ihre Kinder- und Jugendzeit nach 1945 erzählen. Damit wurde ein neuer Abschnitt im Leben der Menschen in Deutschland begonnen. Im Untergeschoß des Israelitischen Landesmuseums Berlin war das Rafael Roth Learning Center bis zum 31. Mai 2017 untergebracht[31]. An 17 Computer-Stationen wurde die juedische Vergangenheit fuer einzelne Besucher und Besuchergruppen moeglichst anschaulich und anschaulich dargestellt.

Mit den Schlagworten "Dinge", "Geschichten", "Gesichter" konnten die Gäste spezielle Highlights der Kollektion entdecken und in größere elektronische Austellungen eintauchen - zum Beispiel zur Geschichte von Albert Einstein oder zur Zuwanderung aus Osteuropa zwischen 1880 und 1924. Namensgeber ist der berühmte Immobilienunternehmer und Schirmherr Rafael Roth (1933-2013).

Bei der Planung einer neuen ständigen Ausstellung entschied sich das Museum nach mehr als 15 Jahren erfolgreicher Tätigkeit, das Learning Center mit seiner Technik nicht weiter zu führen. Über 10000 Stahlbleche verschiedener Bauart sind im ganzen Saal verstreut, nicht nur zum Gedenken an die im Holocaust getöteten jüdischen Menschen, sondern auch zum Gedenken an alle Opfer von Kriegen und Mord.

Eine Zweigstelle des New-York Leo Baeck Instituts befindet sich seit 2001 in Berlin. In Deutschland umfasst es nahezu den kompletten Bestand des wichtigsten deutsch-jüdischen Stadtarchivs. Die Leo Baeck Institute in New York wurden 1955 vom Rat der jüdischen Bevölkerung Deutschlands mit Niederlassungen in Jerusalem und London mit dem Zweck der wissenschaftlichen Erforschung der jüdischen Vergangenheit im deutschen Sprachraum seit der Wende ins Leben gerufen, um das notwendige Informationsmaterial zu beschaffen und die entsprechenden Publikationen zu publizieren.

Es verfügt über die umfangreichste Materialsammlung zur jüdischen Vergangenheit in Deutschland, Österreich und anderen deutschen Sprachräumen in Mitteleuropa in den vergangenen 300 Jahren - darunter rund eine Millionen von Dokumenten wie z. B. Gemeinschaftsakten, persönlichen Dokumenten, Korrespondenz, ein Bildarchiv und eine Vielzahl von Zeugnissen aus dem kirchlichen, gesellschaftlichen, kulturellen, geistigen, politisch-ökonomischen und volkswirtschaftlichen Bereich.

Einzigartig ist die Kollektion von mehr als 1200 Erinnerungen an deutschsprachige Menschen (auch und vor allem aus der Nach-NS-Zeit). Die fünf robusten und flexiblen Ausstellungskuben mit 16 Schaukästen und leicht verständliche Schrifttafeln bieten einen Überblick über die jüngere Vergangenheit und das Judentum. Alltagsgegenstände und Zeremonialobjekte werden verwendet, um die Bereiche "Jüdischer Alltag", "Leben und Überleben", "Chancen und Diskriminierung" und "Feste feiern" zu präsentieren.

Zum Beispiel beziehen sich die koscheren Geleebären mit dem Rabbinatstempel auf die jüdische Lebensmittelgesetzgebung. Auch die Verbindung der deutschen und der jüngeren Vergangenheit mit der Welt der Kinder soll den Wunsch wecken, das Jüdische Museum Berlin zu besuchen. Die ständige Ausstellung bietet geführte Besichtigungen mit sehr unterschiedlichem Schwerpunkt und in mehreren Fremdsprachen, auch in Zeichensprache.

Es geht um das mittelalterliche Leben, über das Musikleben, über das Judentum, die Befreiung, die Architektur und die Bewegung der Judentradition. Bereits seit 2002 verleiht das Israelitische Museum Berlin den Förderpreis für Verständnis und Verträglichkeit an Personen, die sich in dieser Hinsicht besonders hervorgetan haben. Von der Hauptpose zur Erfolgsstory. Gründung des Israelitischen Museum Berlin 1971-2001 mit der ISBN 978-3-525-30071-8 in Berlin 2014. Die Sammlung des Museum Jüdisches Museum Berlin (Hrsg.): Gesammelt, gefalzt, ausgezählt.

Höhepunkte aus den Beständen des Israelitischen Landesmuseums Berlin. Nicolai-Verlag, Berlin 2009, ISBN 978-3-89479-568-9: Stichting Jüdisches Museum Berlin: Geschichten einer Ausstellung - Zwei Jahrtausenden Deutsch-jüdische Historie. Berlins 2005, ISBN 3-8321-7535-0 (Ausstellungskatalog). Ein Jüdisches Museum erschließt die deutschsprachige Vergangenheit. Die Zeit, 37/2001, S. 1 Elke Dorner: Daniel Libeskind Jüdisches Museum Berlin.

Mann Verlag, Berlin, Auflage Nr. 1, 2006, ISBN 3-7861-2532-5 Christina Haberlik: 50 Klassisch. Der Gerstenberg Verlagshaus, Hildesheim 2001, ISBN 3-8067-2514-4 Bernhard Schneider: Daniel Libeskind. Jüdischen Museum Berlin. Pressesprecherin, München et al. 1999, ISBN 3-7913-2073-4. Chris van Uffelen: Museums-Architektur. Ullmann, Potsdam 2010, S. 214-217 ISBN 978-3-8331-6058-5 Jüdisches Museum Berlin.

Bernhard Schneider: Daniel Libeskind. Jüdischen Museum Berlin. Prestel Verlagshaus, München 1999, ISBN 3-7913-2073-4, S. 40 Ute Christina Bauer, Irene Moessinger: Neue Parkanlagen und Gartenanlagen Berlin. Der Stadtwandel Verlag, Berlin 2005, ISBN 3-937123-33-4, S. 25-26. Ute Christina Bauer, Irene Mössinger: Neue Parkanlagen und Gartenanlagen Berlin. Der Stadtwandel-Verlag, Berlin 2005, ISBN 3-937123-33-4, S. 22-24. ? vom Akademieprogramm - Jüdisches Museum Berlin.

Zurückgeholt wurde sie am 23. Oktober 2016. ? Lars Day Prize - Future of Memory - Jüdisches Museum Berlin. Eingetragen in: Fachzeitschrift: Journal of the Pfälzische Society for the Promotion of Sciences in conjunction with the Historischer Club of the Pfalz and the Foundation for the Promotion of Palatine Historical Research. Herausgeber der Pfalzgesellschaft zur Wissenschaftsförderung, Speyer.

Ursprünglich datiert vom 18. Juni 2017; Zugriff am 22. Januar 2018. Das Rafael Roth Learning Center ist seit dem 1. Januar 2017 in Betrieb. Daniel Ihde, Johannes Rinke: "Nicht was Sie erwarten" - warum nicht? Besucherunterstützung im Israelitischen Museum Berlin. Im: Matthias Dreyer, Rolf Wiese (ed.): Service orientation in the museum (= Schriftstücke des Freilichtmuseums am Kiekeberg, 80).

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