Inari Finnland

Finnland Inari

Anár im Norden Samis, Aanaar inarisam, Aanar in Soltsami, Enare in Schweden) ist ein Dorf im finnischen Teil Lapplands. Das lappländische Inari ist das Zentrum der samischen Kultur in Finnland. Inari-Saariselkä ist ein beliebter Ferienort im hohen Norden Finnlands. Besuchen Sie Inari Safaris & Unterkunft. Das beste Angebot in Inari.

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Inari[ ?in?ri] (Anár in Nordsaami, Alanaar inarisam, Alanar in Soltsami, Anare in Schweden ) ist ein Dorf im finnischen Teil Lapplands. Es befindet sich am Inarijärvi-See und hat 6825 Bewohner (Stand per Stichtag 30. September 2016) auf einer Gesamtfläche von über 1.000 km². Das Verwaltungszentrum der Stadt Inari ist die Stadt Ivalo. In Inari ist die Samikultur sehr verbreitet, 30 v. H. der Bewohner sind Mitglieder dieses Volk.

Nebst der klassischen Rentierhaltung und Waldbewirtschaftung ist der Fremdenverkehr zur Haupttätigkeit der Kommune geworden, vor allem dank des Wintersportortes der Stadt. Die Stadt Inari befindet sich im nördlichen Teil der Finnlands, etwa 250 Km vom Polarkreis und etwa 250 Km vom Nordkap entfernt. Der Stadtteil Inari hat eine sehr große Fläche: Mit 17.334 km deckt Finnlands flächenmässig grösste Kommune fünf Prozentpunkte der Gesamtfläche des Landes ab und ist damit etwas grösser als beispielsweise das Land Thüringen.

Die benachbarten Gemeinden von Inari sind die Gemeinden Sodankylä, Kittilä im SÃ? Nordwestlich und nordöstlich liegt Inari an der Grenze zu Norwegen (Gemeinden Karasjok und Kautokeino im nordwestlichen und Rajon Petschenga im nordöstlichen Teil) und Russland (Rajon Petschenga). Der Sitz der Stadt Inari ist Ivalo. Ungefähr die Hälfe der Bevölkerung der Kommune wohnt im Dorf am Fluß Ivalojoki im südlichen Teil von der Stadt.

Der gleichnamige Kirchenort Inari hat dagegen nur etwa 450 Bewohner. Sie liegt am westlichen Ende von Innarijärvi. Der Rest der Weltbevölkerung ist über mehrere kleine und zum Teil sehr abgelegene Ortschaften der Gemeinde verstreut. Inari ( "Die Ortschaften ")[3]: Inari ist landschaftlich ein Teil des Großraums Lappland.

Die Gemeindebezirke gehören zum größten Teil zum Lappländischen Wald, wo noch immer Pinien und Tannen zu finden sind. In Inari, im Norden des Landes gelegen, stoßen Kiefer und Tanne an die Grenzen ihres Verbreitungsgebiets, im Norden des Landes fängt der Fjell-Lappland an, wo tundraartige Pflanzen vorherrschen und im unteren Bereich nur kompakte Bäume gedeihen. 72,2 Prozent des Inaris-Gebietes sind in unterschiedlichem Maße geschützt.

3] Der überwiegende Teil des Nationalparks Lemmenjoki, mit einer Fläche von 2.850 km der grösste in Finnland, ein kleiner Teil des Urho Kekkonen Nationalparks und die Wildnisbereiche Hammastunturi, Kaldoaivi, Muotkatunturi, Paistunturi, Tsarmitunturi u. Wätsäri befinden sich in der Stadt. Im Wildnisgebiet von Inari lebt eine Vielzahl von Wildtieren, darunter Elch, Bär, Vielfraß, Wolf und Königsadler. Ungefähr die Haelfte davon steht in der Region Innarijärvi.

Er ist mit einer Größe von 1.041 km (fast doppelt so groß wie der Bodensee) der größte Binnensee Finnlands. Nördlich von Inari wird mit zehn Binnenseen oder Weihern pro qkm die größte Seedichte Finnlands errreicht. 4] Eine Serie von größeren Flüssen fließt durch das Inari-Gebiet. Der Fluss Ivalojoki, Lemmenjoki, Waskojoki und Jutuanjoki mündet in den Imarijärvi, der seinerseits durch den norwegisch-russischen Grenzfluß Paatsjoki in den Arktischen Ozean abgelassen wird.

In den Tanaelva mündet der Fluss Imarijoki, ein finnisch-norwegischer Grenzland. Aufgrund seiner geographischen Nähe ca. 250 Kilometer nordwestlich des nördlichen nördlichen Polarkreises gibt es in Inari starke saisonale Schwankungen in der Sonnenscheindauer: In Ivalo strahlt die Sonne zwischen dem Tag des Sonnenaufgangs am Tag des Sonnenaufgangs, dem Tag des Sonnenuntergangs, dem Tag der Mitternacht. Mit dem Gletscherrückzug am Ende der vergangenen Eisenzeit breitete sich die erste Siedlung im Inarigebiet aus.

In der Jungsteinzeit wanderten auch Menschen aus dem Norden Schwedens und der Küste des Weißen Meeres ein. 7] Die Mischung aus dieser steinzeitlich beheimateten einheimischen Population und den Finno-Ugrianern, die im dritten Millennium v. Chr. zu immigrieren begannen, führte zur Entstehung der samischen Population Lapplands, die in Inari bis ins zwanzigste Jh. dominant war. Das Saatgut der Inari-Indianer unterscheidet sich von dem der Nordlappländer, da sie nicht von der Rentierhaltung, sondern von der Jagt und dem Fischfang ernährt wurden.

In einem Winterdorf bildete sich eine Gemeinde, die das Recht hatte, ein bestimmtes Areal zu nutzen. Bei Inari entspricht das Areal des Ortes ungefähr dem jetzigen Stadtgebiet. Auch im Winterdorf haben die Sami ihre Rechtsangelegenheiten geregelt. Bis 1823 verblieb diese saamische Jurisdiktion in Inari. 8] Im Hochmittelalter hatten die Seeds of Inari aktive Handelsbeziehungen zu den Pommern an der Küste des Weißen Meeres, den Ostseehäfen und den Nordseehäfen, die von der Hansestadt bedient wurden.

Mit der Abtretung des Gebietes des jetzigen Finnland an Russland im Jahre 1809 durch den Staatsvertrag von Fredrikhamn wurde Inari auch Teil des neu gegründeten Großherzogtums Finnland. Daraus resultierte auch eine nordsamischsprachige Rentierhaltung in Inari. Inari-Samen, die bisher nur wenige Tiere als Zugtier hielten, und Finnland übernehmen auch die Zucht.

Inari wurde 1917 mit der Erklärung der Unabhängigkeit Teil der selbständigen Teilrepublik Finnland. Damals repräsentierten die Sami noch die Mehrheit der Bevölkerung in Inari. Doch als 1920 etwa 200 Saatgut der Spaniengrippe zum Opfer fiel, änderte sich die Mehrheitsbeziehung. 11] 1920, im Dorpat-Friede, bekam Finnland von Sowjetrußland das Areal von Petsamo (Petschenga) nordwestlich von Inari und damit Zugriff auf den Arktischen Ozean.

Im Jahre 1931 wurde eine durchgehende Strassenverbindung nach Petsamo mit der Arctic Ocean Road von Rovaniemi über Ivalo zum Liinahamari Häfen hergestellt. Der Ort Ivalo profitiert von seiner Position an der Arctic Ocean Road und überholt bald das ehemalige Kirchdorf Inari. Im Fortsetzungskrieg von 1941 bis 1944, in dem Finnland in so genannter Waffenbruderschaft mit Deutschland gegen die Sowjetunion gekämpft hat, war Enontekiö wie ganz Nordfinnland Teil des Einsatzgebietes der Wehrmacht.

In Inari errichteten die Germanen das Ivalo-Haus, das zusammen mit dem Sturmbock-Haus im Nordwesten Lapplands die Arktishäfen im okkupierten Norwegen und Petsamo war. Mit dem Ende des Waffenstillstands zwischen Moskau und der Sowjetunion am vierten Weltkrieg am 16. Oktober 1944, in dem sich Finnland zur Vertreibung der Bundeswehr verpflichtet hatte, begann der deutsch-finnische Lappland-Krieg.

Inari wurde nach Ylivieska in Nord-Ostbottnien umgesiedelt. Sie benutzten die Taktiken der gebrannten Erden und verursachten auch Zerstörung in Inari. Finnland musste Petsamo während des Waffenstillstands in Moskau an die Sowjetunion abtritt. Der Skolt-Samen wurde nach dem Kriege geräumt und in Inari niedergelassen.

In Paris 1947 hat Finnland außerdem das Territorium von Jäniskoski-Niskakoski an die Sowjetunion verkauft, um die sowjetischen Reparationsansprüche zu abklären. Das 176 km große Gelände im östlichen Teil von Inari war fast unbesiedelt, aber wegen des Wasserkraftwerkes am Fluss Paatsjoki von besonderem Wert für die Sowjetunion. Die Inari gehören zum Siedlungsraum der Sami.

Infolge der Einwanderung und Assimilierung setzt sich die Bevölkerung der Gemeinde heute mehrheitlich aus ethnisch aktiven Menschen zusammen, aber 30 % der Bewohner von Inari, etwa 2200 Menschen, sind immer noch Sami. 13] Die Sami von Imaris sind in drei Bevölkerungsgruppen unterteilt, die sich nicht nur linguistisch und kulturbedingt von der einheimischen Bevölkerungsmehrheit, sondern auch unter sich selbst abgrenzen.

Nordsamisch, die grösste Samischsprache, wird sowohl in Inari als auch in den anderen Samigebieten Finnlands sowie in einigen Gegenden Norwegens und Schwedens gesprochen. Der Inari-Samen hingegen siedelt sich nur im Inarigebiet an. Inarisam, ihre Muttersprache, hat nur noch wenige hundert Sänger. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die kleine Chrysanthemengruppe aus dem Raum Petsamo (Petschenga) vertrieben und in der Gemeinde Inari in den Ortschaften Sevettijärvi und Navim siedelt.

Abgesehen von Inari wird Skolt Sami immer noch von einigen Leuten in Russland ausgesprochen. Die Inari ist das "Heimatgebiet" (kotiseutualue) der Sami in Finnland. Die drei Samisch sprechenden Landessprachen haben einen amtlichen Charakter in der Gemeinschaft und können im Verkehr mit den zuständigen Stellen benutzt werden. Inari ist damit die einzig in Finnland lebende Viersprachigkeit.

Die Kirchgemeinde Inari ist der Hauptsitz der Finnen Samethinge, der Parlamentsvertretung der Sami in Finnland. Der Großteil der Bewohner Inaris stammt aus der evangelisch-lutherischen Epoche. Inari wurde 1881 mit 5500 Mitgliedern errichtet. 14 ] In der Gemeinde gibt es vier Kirchen: die 1966 gebaute Ivalokirche, die Samikirche in Inari (1951), die ehemalige verlassene Pfarrkirche von Pielpajärvi (1760) und eine Kappelle im Wintersportzentrum von Saariselkä (1996).

In Inari und ganz Lappland ist seit den 1870er Jahren der laestadianische Staat zuhause. Dieses Erweckungswerk arbeitet innerhalb der evangelisch-lutherischen Gemeinde und damit auch unter dem Schutz der protestantischen Gemeinde Inari, veranstaltet aber auch eigene Gottesdienste, biblische Kreise und Jugendarbeit. Der Laestadian Inaris ist in zwei "Friedensvereinen" (rauhanyhdistys) gegliedert, der Friedensvereinigung von Ivalo und der alten laestadianischen Friedensvereinigung von Isabell.

Auf Inari gibt es drei ortodoxe Kirchen: eine in Ivalo, eine in Newim und eine in Sevettijärvi. Die drei stehen unter der Kontrolle der in Rovaniemi ansässigen Gemeinde Lapplands. Ähnlich wie in den ländlich geprägten Gebieten Finnlands ist die Centre Party die größte Macht in Inari. Der zweitgrößte Kreis repräsentiert die allgemeine Unabhängigkeitsliste von Inari (Inarin sit-outumattomien yhteislista) mit sieben Abgeordneter.

In Inari spielt die National Collection Party und die Sozialdemokratie, die bundesweit zu den drei großen Fraktionen gehören, mit vier bzw. zwei Mandaten im Stadtrat eine recht nachgeordnete Stellung. Im Jahre 1955 wurde Inaris Familienwappen von Ahtti Hammar gestaltet. Die Stadtpartnerschaften bestehen mit der Nachbargemeinde Sør-Varanger und der russischen Gemeinde Kola.

19 ] Viele Lappland-Touristen kommen auch am Ivalo Airport an oder halten in Inari auf dem Weg zum Nord-Kap. Inari' traditionelle Tätigkeitsbereiche sind die Rentierhaltung und die Waldbewirtschaftung. Von den 7000 Einwohnern von Inari sind 600 Tiere im Besitz von Rentieren. In der Gemeinschaft wohnen 38.000 halb domestizierte Rentieren. Die Umweltorganisation Greenpeace hat im Frühling 2005 in den Krieg eingegriffen und ein Lager in Inari eingerichtet.

Aufgrund der niedrigen Einwohnerdichte sind große Teile von Inari ohne Straßen, aber alle Ortschaften sind an das Strassennetz angebunden. Wichtigster Verkehrsweg ist die Staatsstraße 4, die von Süd-Finnland über Sodankylä in Nord-Süd-Richtung über Saarbrücken, Inari, Saarbrücken, Hawaii, Ivalo u. Caamanen nach Ütsjoki und weiter bis zur Landesgrenze Norwegens verläuft. Zwei Hauptverkehrsstraßen kreuzen die Gemeinde: die Hauptverkehrsstraße 91 von lvalo bis zur Stadtgrenze.

Der Hauptverkehrsweg 92 startet bei der Ortschaft Karigasniemi in der Kommune Utsjoki, wo es einen Grenzübertritt nach Norwegen gibt. Es gibt zwei Grenzübergänge in Inari: Inari ist nicht an das Schienennetz angebunden. Durch die niedrige Einwohnerdichte der Kommune ergeben sich sowohl für das Bildungssystem als auch für die gesamte staatliche Struktur Nachteile.

Inari' Studenten müssen manchmal sehr lange Wege zur Schule in Kauf nehmen. Nicht selten ist es so. Es gibt vier Primarschulen in der Gemeinde: eine in Ivalo, eine in Inari, eine in Sevettijärvi und eine in Toermön. In Ivalo gibt es nur ein eigenes Abitur. Die Sami-Studenten erhalten Unterrichtsstunden in Nord, Inari und Skolt Sami. Die Stadt Inari betreibt auch eine Erwachsenenbildungseinrichtung.

Neben ihrer Hauptniederlassung in Ivalo hat die Gemeindebibliothek eine Filiale in Inari. Es gibt vier öffentliche Gesundheitseinrichtungen, eines in Ivalo, eines in Inari, eines in Inari, eines in Sevettijärvi und eines in Inari. Der Hauptanziehungspunkt von Inari ist wahrscheinlich die Stadt. Eines der wenigen kulturhistorisch interessanten Gebäude ist die verlassene Kirche von L'Pielpajärvi.

Es liegt in der Nähe des Dorfes Inari und ist nur über einen 4,5 Kilometer lange Wanderpfad zu erreichen. Das Holzkreuz wurde zwischen 1754 und 1760 unter der Führung des Architekten Anders Abrahamsson Hellander an der Stätte eines baufälligen Vorgängerbaues aus dem Jahr 1646 als Pfarrkirche der Kapelle Inari erbaut. Es gibt die Gruppen der Samidörfer Angeli, Lissabon und Sellim, zwei geschichtsträchtige Rentierhütten in Petsikkotunturi und Sallivaara, das 1914 von dem Einsiedler Josef Salli, bekannt als Raja-Jooseppi, an der Grenze zu Russland erbaut wurde, und die gleichnamige Stadtinsel.

In der vorchristlichen Zeit war die Felseninsel auf Innarijärvi wegen ihrer auffälligen Gestalt den Saatkörnern geweiht und wurde als Opferstätte diente. Die Inari ist ein Kulturzentrum der Sami in Finnland. Inari beherbergt das 1962 eröffnete Siida Sami Museum, das die samische Volkskultur und deren Entstehungsgeschichte sowie die nordlappländische Landschaft präsentiert.

Das samisch-sprachige Programm YLE Radiosámi des öffentlich-rechtlichen Rundfunksenders Yleisradio aus Inari. Auch der Rap-Künstler Amoc, der Hip-Hop in Inarisamian macht, ist ein Sami aus Inari. lnarin geschichte 1500-luvulta juni? nrakennusaikaan. Aanaar. Oulu: Suomenmaa, 2003, ISBN 952-91-5767-3. ? Statistisches Amt Finnland: Bevölkerung der finnischen Gemeinden am 31. Dezember 2016. ? Teuvo Lehtola: Kolmen kuninkaan maa.

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