Grenzfall Berlin

Berliner Grenzfall

An der Gedenkstätte Berliner Mauer servieren wir Ihnen am Nachmittag verschiedene Kaffeespezialitäten und Tees. Sie liegt direkt neben dem Dokumentationszentrum Berliner Mauer. Im Namen des Berliner Hotels'Grenzfall' spielt sich ein doppeltes Wortspiel ab: Es liegt nicht nur an der gefallenen deutsch-deutschen Grenze, der Mauer. Das Top Embrace Hotel Grenzfall Berlin ermöglicht einen tollen Aufenthalt in Berlin. Du warst Gast im Restaurant Grenzfall in Berlin oder suchst weitere Informationen?

Gaststätte Grenzfall in der Dokumentationsstelle Gedenkmauer Berlin

Bei uns beginnen Sie den Tag am besten mit einem kräftigen Fruehstueck von unserem Bueffet. Frische Semmeln, frische Eiergerichte, diverse Würstchen- und Käse-Spezialitäten sowie eine Müsli-Ecke, diverse Kaffee-Spezialitäten und aromatische Tassen werden auch diejenigen begeistern, die das Frýhstýck nicht mögen. Unmittelbar an der Gedenkmauer bieten wir Ihnen am Nachmittag diverse Kaffee-Spezialitäten und Aufgüsse an.

Selbst wenn Sie kein Hotelgast sind, würden wir uns über Ihren Besuch in unserem Haus herzlich willkommen heißen. Geniessen Sie im Hochsommer unsere grosse Sonnenterrasse und den anschliessenden Gärtner. Egal ob groß oder kleinformatig bis zu 50 Menschen - ob im privaten oder geschäftlichen Bereich, ob Geburtstagsfeier mit Freunde, Familienfeier oder Betriebsfeier unter Mitarbeitern - in unserem Haus wird Ihre Feier ein voller Erfolg. Für Sie!

Auf ein Wiedersehen mit Ihnen! Einzigartig im Hochsommer! In der Sommersaison bietet sich Ihnen etwas ganz Besonderes: Gartenkunst, die Sie mit allen Sinnen genieýen kýnnen. Die Gaststätte ist von montags bis sonntags von 15:30 bis 22:30 Uhr zu haben.

Grenzfall: Verlangsamung an der Grenze zu Berlin

Anlässlich des Jahrestages des Baus der Berliner Mauer besuchten besonders viele Menschen diesen Platz, an dem sich die Erinnerungsstätte "Berliner Mauer" erhebt. Schilder zeigen, was hier einmal geschah: Mehrere Einwohner der Grenzhäuschen entlang dieser Straße flohen nach den Schließungsmaßnahmen plötzlich über die Grenzen und ließen ihr Hab und Gut zurück.

Man klettert auf die große Beobachtungsplattform der Erinnerungsstätte, die einen Ausblick auf die Wand, den Aussichtsturm und den Totenstreifen bietet. Nicht mehr viele Plätze in der Innenstadt spiegeln die beklemmende Stimmung der Mauern wieder. Ein Teil der Besucher hält dann im gegenüberliegenden Restaurant "Grenzfall". Kaum einer der Besucher merkt auf den ersten Blick: Die Berlins, die sie bedienen, ist behindert.

Zum gleichnamigen Haus um die Ecke zählt das Restaurant "Grenzfall". Wie jedes andere Haus in der Bundeshauptstadt auch. Die Hotelanlage "Grenzfall" ist Teil von Ambrace, einer bundesweiten Zusammenarbeit von Integrationshotels. Im Rahmen dieses Konzepts arbeitet ein gesunder Mensch mit physisch, mental oder psychologisch beeinträchtigten Menschen zusammen. Modell für das Integrations-Hotel ist das Hamburger Stadthaushotel, das seit 1993 als erstes in Europa überwiegend behindertes Personal hat.

Die Psychologin Reinhard Bourghardt, die die Beschäftigten professionell und didaktisch unterstützt, formulierte das Anliegen des "Grenzfalls" wie folgt: "Diese Menschen sollen nicht in Werkstätten für Behinderte deportiert werden, sondern einen Arbeitsplatz mit normaler Bezahlung haben. "In einem gewöhnlichen Haus, so der Berlinerin, hätten diese Menschen keine Aussicht auf einen solchen Job." Das Grenzfallhotel wird vom Verband Deutscher Schrippenkirchen e. V. geführt, dessen geschäftsführender Gesellschafter Reinhard Borghof ist.

"Den Schwachen hilft, stärker zu werden" ist das Leitmotiv der Arbeit, die nach dem Zweiten Weltkrieg von Diakoninnen wiederhergestellt wurde. Die Jugendherberge liegt an einem historischen Ort: Am Abend des 10. auf den 11. Novembers 1989 wurden die ersten Mauerabschnitte an der Berner Strasse durchbrochen. In der Foyerhalle des Hotels "Grenzfall", angeregt von dem Pastor der Versöhnungsgemeinschaft Dr. med. Manfred Fischer, werden nun Ziegel der abgerissenen Pfarrkirche gezeigt, gemalt von so namhaften Künstler wie z. B. A. R. Becker.

Die Bezeichnung "Grenzfall" ist symbolisch und verdeutlicht das Leitbild des Hauses. Dazu sagt er: "Unser Haus wird nicht nur wegen seiner unmittelbaren Nachbarschaft zur Berliner Stadtmauer so genannt. Genauso bedeutsam ist für uns, dass im alltäglichen Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung die Grenze immer wieder fällt. Dies bedeutet auch, dass die Besucher hier geduldig sein müssen.

Eine " Ruheoase " mit Tee-Haus, Pavillon und Goldfischweiher in unmittelbarer Nähe des Hotels sorgt für Entspannung für alle. Das Werk wurde mit dem "Berliner Umweltpreis" prämiert. Ein Teil der Angestellten wird von der Agentur für Arbeit in das Haus gebracht. Bei der Eröffnung des Hotels "Grenzfall" waren die Anwohner nur mit Skepsis dabei, als sie auf dem Hinweisschild lesen: "Hier wird ein Integrationhotel gebaut.

"Erinnern Sie sich an die Worte von Reinhard Burghardt: "Einige stehen mit großer Empörung in unserem Amt und sagen:'Wir wollen hier kein Flüchtlingsheim! Etwas schiefläuft für ihn in der Gesellschaft: "Niemand redet über die Einbindung von Menschen mit Behinderungen, immer nur MigrantInnen. "Aber diese Eingliederung klappt gut in seinem Hotel." In kürzester Zeit hat sich das Haus "Grenzfall" einen guten Ruf erworben.

Sie bestechen durch ein spezielles Gespür, das sich aus der ansteckenden Gastfreundschaft der Mitarbeiter ergibt. Jeder, der sie im Gasthaus bedient, wird spüren, wie viel Herz, Gemütlichkeit und Lebensfreude von ihnen ausstrahlt. Das wird auch von Herrn Dr. Reinhard Bürghardt bestätigt: "Man muss Menschen mit Behinderungen keine Freundschaft beibringen. Diese wird in der Regel direkt auf die Besucher übertragen.

"Besonders die Angestellten mit Down-Syndrom geben Wärme ab, auch wenn es etwas mehr Zeit braucht, bis der Kaffee den Kunden erreicht. Hier kommen am frühen Morgen viele Führungskräfte hin, die in der Regel ihre Sandwiches verschlingen und davonlaufen. "Manche der Führungskräfte, deren Büro hier für sie reserviert ist, sind von der Stimmung erstaunt und kommen immer wieder zurück, sagt Burghardt: "Wir hatten keinen einzigen Besucher, der sich über die Behinderten oder die Heilige Schrift im Raum aufregte.

Die Gäste merken, dass sie mit der hektischen Geschwindigkeit behinderter Menschen nicht weiterkommen. Dazu sagt er: "Diese Trägheit bremst die Menschen und läßt sie ein wenig zurückschalten. "Nicht nur Unternehmen wie die DB ließen ihre Angestellten im Haus übernachten, sagt Rheinhardt Burghardt: "Auch die Bundesministerien ließen ihre strapazierten Angestellten in einem "Grenzfall" aussteigen.

Mehr zum Thema